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Die befestigte Grafschaft

FESTUNG DES HL. MICHAEL

Die Festung des heiligen Michael liegt auf einem Hügel 70 m über dem Meeresspiegel. Für seinen Bau, der vom 15. bis zum 17. Jahrhundert dauerte, wurde weiß gestutzter Stein verwendet, der eine Fläche von ca. 2600 m2 einnimmt.

Architektonische Überreste und viele historische Artefakte aus der Zeit der venezianischen Herrschaft wurden bei archäologischen Ausgrabungen gefunden, aber auch die Reste einer materiellen Kultur aus der Eisenzeit, was beweist, dass die Kroaten die Festung an der Stelle einer alten illyrischen Stadt errichteten. Die Festung des heiligen Michael ist auch ein großartiger Ort für eine offene Sommerbühne, wo hervorragende Konzerte von renommierten Künstlern, von Klassikern bis zu zeitgenössischen Stilen, veranstaltet werden.

DIE FESTUNG DES HL. JOHANNES

Die Festung des heiligen Johannes liegt auf einem Hügel 115 m über dem alten Stadtkern von Šibenik. Es wurde 1646 in der Form eines Sterns nach dem Projekt des venezianischen Militäringenieurs Antonio Leni gebaut, um die Stadt vor türkischen Angriffen vom Festland zu schützen. Interessant ist, dass der Bau der Festung nur anderthalb Monate dauerte, weil die Bürger von Šibenik so große Angst vor türkischen Angriffen hatten, dass sie am Bau teilnahmen. Das war sehr klug, denn nur ein Jahr später wurden schwere Kämpfe gegen die Armee des türkischen Pascha Tekeli geführt, der die Festung übernehmen wollte, um die Stadt zu regieren.

DIE FESTUNG BARONE

Die Festung Barone, auch bekannt als die Festung Šubićevac, befindet sich auf der Höhe von 80 m. Beim Bau wurde es mit der Festung des heiligen Johannes verbunden, mit der es 1647 eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der Stadt gegen die Türken spielte. Eine lange Zeit trug die Baronec-Festung den Namen vom Baron Degenfeld, einem venezianischen Soldaten deutscher Herkunft, der bei der Verteidigung von Šibenik eine große Hilfe leistete.

DIE FESTUNG KNIN

Die Festung Knin ist eines der größten kroatischen Festungsmonumente und die zweitgrößte militärische Festung in ganz Europa, stark eingerückt und in allen Teilen erhalten geblieben. Der Bau der Festung begann im 9. Jahrhundert, in der Zeit der frühen kroatischen Republik, und einige kroatische Könige hielten ihre Hauptstadt zeitweilig in Knin, während der König Dmitar Zvonimir hielt hier sogar die ständige Hauptstadt.

Die Festung besteht aus fünf miteinander verbundenen Teilen, die sich 345 m über dem Meeresspiegel und etwa 100 m über der Stadt Knin befinden. Sie ist 470 m lang und auf ihrem höchsten Teil 110 m breit. Die ca. 2 km langen Verteidigungsmauern, die die Festung von allen Seiten umgeben, sind an mehreren Stellen sogar bis zu 20 m hoch. Die Festung ist ein lebendiges Denkmal der Kultur und umfasst ein Museum, Ausstellungsgalerien und ein Restaurant und stellt somit den wichtigsten Aspekt kulturellen Tourismus in Knin. Es ist vom 16. März bis 31. Oktober täglich von 7.00 bis 19.00 Uhr und außerhalb der Saison von 7.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.

DIE FESTUNG GRADINA

Die Festung Gradina ist ein historisches Denkmal und Teil des Festungssystems der Adelsfamilie Nelipčić, das sich in Drniš 344 m über dem Meeresspiegel oberhalb der Schlucht des Flusses Čikola befindet. Die auf dem Gelände von strategischer Bedeutung erbaute Festung bietet einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und den Berg Promina. Mit der Ankunft der Venezianer im späten 17. Jahrhundert wurde ihr Abriss angeordnet, sie wurde jedoch bald, wegen der bis 1715 spürbaren Bedrohung eines türkischen Einbruchs, restauriert.

Im 19. Jahrhundert verlor die Festung alle Funktionen und wurde zu einer Baustoffquelle für die wachsende Stadt Drniš. Die heutigen Überreste, die auf der Südseite sichtbar sind, stellen den ursprünglichen Teil der mittelalterlichen Festung dar, während der zentrale Turm und die nordöstliche Verteidigungsmauer in der Zeit der osmanischen Herrschaft hinzugefügt wurden.