Das bekannteste Kulturerbe des Hinterlands

Das bekannteste Kulturerbe des Hinterlands

Die Festung Knin

Die Festung Knin ist eines der größten kroatischen Festungsmonumente und die zweitgrößte militärische Festung in ganz Europa, stark eingerückt und in allen Teilen erhalten geblieben. Der Bau der Festung begann im 9. Jahrhundert, in der Zeit der frühen kroatischen Republik, und einige kroatische Könige hielten ihre Hauptstadt zeitweilig in Knin, während der König Dmitar Zvonimir hielt hier sogar die ständige Hauptstadt. Die Festung besteht aus fünf miteinander verbundenen Teilen, die sich 345 m über dem Meeresspiegel und etwa 100 m über der Stadt Knin befinden. Sie ist 470 m lang und auf ihrem höchsten Teil 110 m breit. Die ca. 2 km langen Verteidigungsmauern, die die Festung von allen Seiten umgeben, sind an mehreren Stellen sogar bis zu 20 m hoch. Die Festung ist ein lebendiges Kulturdenkmal und beherbergt ein Museum, Ausstellungsräume und ein Restaurant.

Die Festung Gradina

Die Festung Gradina ist ein historisches Denkmal und Teil des Festungssystems der Adelsfamilie Nelipčić, das sich in Drniš 344 m über dem Meeresspiegel oberhalb der Schlucht des Flusses Čikola befindet. Die auf dem Gelände von strategischer Bedeutung erbaute Festung bietet einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und den Berg Promina. Mit der Ankunft der Venezianer im späten 17. Jahrhundert wurde ihr Abriss angeordnet, sie wurde jedoch bald, wegen der bis 175 spürbaren Bedrohung eines türkischen Einbruchs, restauriert. Im 19. Jahrhundert verlor die Festung alle Funktionen und wurde zu einer Baustoffquelle für die wachsende Stadt Drniš. Die heutigen Überreste, die auf der Südseite sichtbar sind, stellen den ursprünglichen Teil der mittelalterlichen Festung dar, während der zentrale Turm und die nordöstliche Verteidigungsmauer in der Zeit der osmanischen Herrschaft hinzugefügt wurden.

Kirche Des Heiligsten Erlösers

Die von 1926 bis 1930 erbaute Kirche des Allerheiligsten Erlösers ist die letzte Ruhestätte des großen kroatischen Bildhauers Ivan Meštrović sowie der engsten Mitglieder seiner Familie. Das architektonische Projekt von Ivan Meštrović wurde von den Architekten Harold Bilinić und Lavoslav Horvat und dem Baumeister Marin Marasović realisiert. Mit dem Bau dieser Anlage erfüllte Meštrović die Absicht, seiner Familie ein Grab zu bauen und seiner Heimat eine Kirche zu geben, in der das Heiligtum liegt Die Messe wird in der Sprache des Volkes abgehalten.

Burnum

Die Überreste von Burnum, einem alten römischen Militärlager, umgangssprachlich als "Šuplja crkva" (Hohlkirche) bezeichnet, befinden sich in der Siedlung Ivoševci, etwa 19 km von der Stadt Knin entfernt. Auf dem Weg von Knin nach Zadar befinden sich zwei Bögen auf der linken Seite, während sich die Schlucht des Flusses Krka im Hintergrund ausbreitet. Diese Bögen sind wahrscheinlich Bestandteile des Haupteingangs (porticus principia) zum Lager. Die Principia war ein Kommandobau, das administrative und religiöse Zentrum des römischen Militärlagers und lag an der Kreuzung der beiden wichtigsten Straßen des Lagers, Via principalis und Via praetoria. Der andere Ort ist das Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert, also aus der Zeit des Kaisers Vespasian.

Bribirska Glavica

In der Siedlung Bribir, 15 km von der Stadt Skradin entfernt, befindet sich ein attraktiver Ort namens "Bribirska glavica", das Zentrum des kroatischen Staates im 13. Jahrhundert und ein Kulturdenkmal der höchsten Kategorie. Die archäologische Stätte "Bribirska glavica" (Varvaria in der Antike und Bribir in den frühkroatischen Zeiten) umfasst eine Fläche von ca. 72.000 m2 und liegt 300 m über dem Meeresspiegel. Es ist eine der wichtigsten archäologischen Stätten in Kroatien (unter den Archäologen als das "kroatische Troja" bekannt), wo es möglich ist, die Reihenfolge des Lebens von der Vorgeschichte, über die liburnische Zeit, Früh- bis Spätantike und frühkroatisch Zeit bis ins frühe und späte Mittelalter zu folgen. Der Heilige Nicola Tavelić, der erste kroatische Heilige, tritt 1375 in den Franziskanerorden im Marienkloster "Bribirska glavica" ein.

Danilo

Danilo ist eine bekannte archäologische Stätte, wo zahlreiche Überreste aus der Jungstein-, illyrischen sowie römischen Zeit entdeckt wurden, ebenso wie Funde aus jüngerer Zeit. Die Geschichte von Danilo begann bereits in der Jungsteinzeit, vor mehr als siebentausend Jahren. Die Danilo-Kultur wird von den gut geformten und gebrannten Gefäßen, den charakteristisch geformten Töpfen, Pfannen und Tellern gekennzeichnet. Das Gefäß, das auf die offensichtlichste Weise die Kultur vorstellt, ist der Rhyton, ein verziertes Gefäß mit vier Beinen und einem großen Tragegriff. Dieses besondere Markenzeichen der Danilo-Kultur hatte einen sehr wichtigen Platz im Kult der Neolithiker, besonders während verschiedener Rituale. Der Phallus, der eine Phase der Jungsteinzeit charakterisiert, ist auch mit dem Gefäß verbunden und beide Gegenstände könnten im Ritual den Fruchtbarkeitskult darstellen.

Arauzona

Nach den Funden und der Lage wird Velika Mrdakovica manchmal mit Arauzona identifiziert, einer von Plinius in seinen Reiseberichten beschriebenen liburnischen Siedlung. Diese bedeutende liburnische/römische Siedlung mit einer Nekropole befand sich auf einer der römischen Straßen, die Iadera (Zadar) mit Salona (Solin) verband. Die ältesten Schichten stammen aus dem vierten und die jüngeren aus dem dritten Jahrhundert v. Chr., also aus der Zeit der römischen Herrschaft, was beweist, dass dieser Ort ununterbrochen bewohnt war. Die Siedlung wurde durch Straßen geteilt und mit Mauern aus Schotter begrenzt. Das wertvollste Merkmal des Ortes ist eine große Anzahl verschiedener Haushaltswaren aus bemaltem Glas, die als die wertvollsten Funde ihrer Art auf dem gesamten Gebiet des Römischen Reiches gelten. Die Funde werden heute im Stadtmuseum Šibenik aufbewahrt.

Das Kloster auf der Insel Visovac

Die Insel Visovac befindet sich inmitten einer seeähnlichen Ausdehnung im Nationalpark Krka, an einer Stelle, wo das grüne Wasser ein Karstplateau geschaffen hat, wobei eine harmonische Verbindung von Natur und historischem Erbe entstand. Visovac wurde erstmal in Dokumenten aus dem 14. Jahrhunderts erwähnt: um 1445 wurde die Insel von Franziskanern besiedelt, die das Gebiet erweitert, Wissenschaft und Bildung aufgenommen und eine Kirche und 1576 das Kloster errichtet haben. Das Kloster hat ein eigenes Museum, ein Archiv, eine Bibliothek, zahlreiche Gemälde, liturgische Geräte, kirchliche Kleidung und Weihgaben. Die Insel, die von den Mönchen über Jahrhunderte fleißiger Arbeit in eine charmante Wohnung voller Bäume, farbenfroher Blumen, Obst und Gemüse verwandelt wurde, ist eine unwiderstehliche Attraktion für zahlreiche Pilger und Touristen.

Die Kirche des hl. Rochus

Die Kirche des hl. Rochus, des Patrons der Stadt Drniš, wurde 1731 gebaut und 2014 komplett restauriert. Als sie gebaut wurde, hat die Pest die lokalen Einwohner dezimiert und die Überlebenden bauten mit der Unterstützung zweier bekannten Damen, Franjica Theodosio und Angela Gili, diese, dem hl. Rochus, dem Schutzpatron der Pestkranken, geweihte Kirche. Neben dem Altar des hl. Rochus wurde 1738 ein Altar der Muttergottes des Sieben Schmerzen und 1741 noch ein weiterer hinzugefügt. Am 16. August feiert die ganze Stadt jedes Jahr das Fest des hl. Rochus und den Tag der Stadt Drniš und zahlreiche Besucher nehmen an der Messe und der traditionellen Prozession durch die Stadt, sowie an den festlichen Abendveranstaltungen teil.