FOTO: LUKA TAMBAČA, HTZ
Ausfluge und Besichtigungen

ZATON

Zaton ist eine charmante, friedliche Gemeinde in der gleichnamigen Bucht am äußersten nordwestlichen Ende der Šibenik-Bucht, in die der Fluss Krka mündet. Zaton wurde im 15. Jahrhundert gegründet, aber in der Nähe der heutigen Siedlung wurden die alten Grabstätten vom 6. Jahrhundert vor Christus entdeckt. Die Einwohner beschäftigen sich traditionell mit der Schafzucht und Fischerei und in letzter Zeit mit Tourismus und Handel. Der malerische Seeweg zwischen Šibenik und Zaton ist eine bekannte Ruderstrecke, die sowohl für nationale als auch internationale Wettkämpfe und Wintertrainings geeignet ist, da viele Teams aus der ganzen Welt wegen des günstigen Klimas hierher kommen.

DIE INSEL KRAPANJ

Die Insel Krapanj liegt nur 400 m vom benachbarten Festland entfernt und ist ein harmonisches, natürliches und städtebauliches Ganzes. Es ist die kleinste und bevölkerungsreichste Insel in der Region Šibenik mit einer Fläche von nur 0,36 km2. Krapanj ist auch die Insel mit der niedrigsten Höhe über dem Meeresspiegel in der gesamten Adria, mit einer durchschnittlichen Höhe von nur 1,5 m. Krapanj wird die "Insel der Schwämme" genannt, weil Schwammverarbeitung seit dem 18. Jahrhundert die traditionelle Beschäftigung ihrer Bewohner ist. Die schriftliche Geschichte von Krapanj begann im 15. Jahrhundert, als ein Adliger aus Šibenik die unbewohnte Insel von der Kirche kaufte und sie den Franziskanern aus Bosnien gab. Die Franziskaner begannen sofort, ein Kloster und eine Kirche zu bauen, aber zehn Jahre später wurden sie von den Brüdern aus der Provinz des hl. Hieronymus ersetzt, die dort bis heute leben. Im Kloster werden Exponate von großem kulturellem Wert aufbewahrt und stehen unter dem Schutz des Staates, ebenso wie der Großteil der Insel.

 

BETINA

Betina ist ein malerischer Touristenort, bekannt für seine Strände, reichen Fischgründe und hochwertigen Schiffsbau. Es ist eine kleine Halbinsel-Siedlung auf der Insel Murter, 7 km von der Brücke in Tisno, ihrer Verbindung mit dem Festland. Der Name des Ortes leitet sich vom keltischen Wort "bet" (Mund) ab, das den Eigenschaften und der Lage der Bucht von Betina entspricht. Die Pfarrkirche des hl. Franziskus, die im 17. Jahrhundert erbaut und mehrmals erweitert wurde, beherrscht das Dorf, das fast mit der nahe gelegenen Siedlung Murter verbunden ist. Die Einwohner von Betina waren schon immer gut mit dem Meer verbunden, was die Entwicklung der Fischerei und des Schiffbaus ermöglichte, insbesondere den Bau von erstklassigen Sport- und Fischerbooten. Die Einwohner von Betina sind auch bekannte Winzer, Olivenbauern und Erzeuger von verschiedenem Gemüse.

DIE QUELLE VON CETINA

"Vrela Cetine", die Quelle des Flusses Cetina, bedeckt eine Fläche von 29,81 ha und wird seit 1971 als bedeutende Landschaft geschützt. Dieser Ort enthält eine Reihe von Karstquellen, wobei die drei wichtigsten in den Ausläufern des Dinara-Gebirgszuges liegen. Die Quellen zeichnen sich durch ihre prächtige Klarheit, blaugrüne Farbe und Tiefe aus, wobei eine von ihnen (Veliko vrilo) eine mehr als 150 m tiefe untergetauchte speläologische Struktur ist. In der Nähe der Quellen befindet sich die älteste frühkroatische Kirche in Kroatien, die Kirche der Heiligen Erlösung. Die Kirche mit einem Glockenturm gehört zum vorromanischen Stil und wurde im 9. Jahrhundert errichtet. Neben der Kirche befindet sich ein Friedhof mit Gräbern aus dem 14. Jahrhundert.

 

RATHAUS ŠIBENIK

Das Rathaus von Šibenik ist ein sehr harmonisches und offenes Renaissancegebäude, das zwischen 1533 und 1546 errichtet wurde und sich auf dem mittelalterlichen zentralen Stadtplatz (plathea communis) befindet. Das Erdgeschoss umfasst einen Kreuzgang (mit Säulen, die halbkreisförmige Bögen tragen), von dem Zugang zu den Büros der Gemeindeverwaltung war. Das Rathaus wurde im Dezember 1943 während des Angriffs der alliierten Luftstreitkräfte vollständig zerstört. Nach dem Krieg wurde es wieder in seine ursprüngliche Form gebracht und im Inneren entsprechend den Bedürfnissen seiner neuen Funktion organisiert und ausgestattet.

 

VIER BRUNNEN

Wegen zahlreicher Militärblockaden und Trockenperioden und nach Wünschen und Befehlen der Einwohner von Šibenik wurde im Mittelalter die öffentliche Stadtzisterne "Vier Brunnen" gebaut. Die Vereinbarung über die Errichtung des Wasserversorgungszentrums zwischen der Stadt Šibenik und Meister Jacopo Coterra wurde am 10. Januar 1446 abgeschlossen. Georg von Dalmatien (Juraj Dalmatinac), ein renommierter Architekten, Konstrukteur und Bildhauer, wurde mit Aufsicht beauftragt. Heutzutage wird dieses historische Objekt renoviert und stellt eine Stadthalle dar, die für zahlreiche Veranstaltungen geeignet ist. Die Terrasse mit den Brunnen wurde mit roten Steinen in Fischgrätenmuster gepflastert.

HERZOGSPALAST

Der Palast des Herzogs befindet sich am Ufer in der Altstadt von Šibenik, wo nur zwei Flügel dieses großen historischen Gebäudes erhalten sind, restauriert und für das Stadtmuseum von Šibenik angepasst wurden. Hier residierte der Stadtfürst, der höchste Vertreter der venezianischen Staatsgewalt in der Gemeinde. Eine gotische Passage mit dem Stadttor führt durch die Mittellinie des Erdgeschosses und das Stadtwappen mit der Figur des hl. Michael (dem Schutzpatron von Šibenik) wird darüber gelegt, während der westliche Flügel des Palastes der Sakristei und der Apsis der Kathedrale zugewandt ist.

 

MITTELALTERLICHER KLOSTERGARTEN DES HEILIGEN LAURENTIUS

Der mittelalterliche mediterrane Garten im Kloster des heiligen Laurentius wurde renoviert und 2007 eröffnet, nachdem er fast 100 Jahre lang vergessen war. Er ist ein struktureller Bestandteil des Programmschemas des privaten Lyzeums von Šibenik. Die Erneuerungsprojekts wurde vom bekannten kroatischen Parkarchitekten Dragutin Kiš, dem Gewinner des japanischen Preises Flora Millennium Award vom Jahre 2000, durchgeführt. Der Garten bietet einen sehr seltenen Anblick, da er der einzige Klostergarten in Kroatien ist, der dem berühmten mittelalterlichen Schema folgt: Kreuzwege mit einem kleinen Brunnen in der Mitte und einfacher Erdgeschossplanung, umgeben von Berberitzen und schönen, altmodisch duftenden Rosen. Auf den vier Feldern werden Heilkräuter und Gewürzkräuter gepflanzt und ein besonderer Platz gehört der Kunstsammlung von Thymian, mit schönen roten, violetten, grauen, hellgrünen und dunkelgrünen Blattfarben. Die in den Mauerlöchern gepflanzten Kapern sind auch ein wichtiger Teil des Gartens. Wie eine lokale Legende sagt, wurden sie in Šibenik vom berühmten Konstrukteur Juraj Dalmatinac gebracht.